Dieses Wochenende ging es für die Roadster Challenge zum Reisbrennen an den Lausitzring. Mit dabei waren Luca, der sich nach meinem letzten Rennen in Oschersleben spontan dazu entschlossen hatte, zum ersten Mal mit seinem MX-5 NA ebenfalls an der Roadster Challenge teilzunehmen, sowie einige Freunde zur Unterstützung.
Nach einer langen und anstrengenden Anreise – für mich tatsächlich die längste Strecke, die ich mein Rennauto selbst getrailert habe, sowie Abfahrt um 1 Uhr nachts am Donnerstag – sind wir gut, aber müde am Lausitzring angekommen, um gemeinsam unser kleines Fahrerlager aufzubauen.
Freitag
Freitags ging es direkt los mit den ersten beiden Trainings. Trotz der enormen Hitze (32 Grad) hat sich das Auto vorbildlich verhalten. Nachdem letztes Jahr das Auto auf eine Batterie maximal dreimal gestartet werden konnte und bei zu viel Wärme in der Boxengasse mehrfach ausgegangen war, konnte ich dieses Mal jedes Mal pünktlich für den Eingang in die Boxengasse anstehen und auch die Batterie ließ mich (nach dem gefixten Zwischenfall von Oschersleben) nicht im Stich. Somit waren die Überarbeitungen definitiv erfolgreich.
Leider war in den beiden Trainings nicht so viel Fahrzeit drin wie gewünscht, beide wurden durch rote Flaggen abgewunken.
Das Warm-up am Abend konnte vollständig gefahren werden. Allerdings nahm ich gegen Ende den Geruch von Getriebeöl wahr und ein Blick unter das Auto zeigte: Getriebetunnel und Getriebe voll mit Öl und leicht am Abtropfen.
Zum Glück schien es allerdings keine Undichtigkeit und kein sonstiger Defekt zu sein. Unsere Vermutung: Es hatte das Öl oben aus der Entlüftung des Getriebes gedrückt. Also eben mal eine PET Flasche mit Kabelbinder und Tape an dem Schlauch der Entlüftung befestigt, um die Vermutung am nächsten Tag hoffentlich bestätigen zu können.
Samstag
Der Samstag begann mit einem zusätzlich gebuchten Freien Training als Ersatz-Warm-up. Danach ging es ohne Pause direkt weiter ins Qualifying. Dort merkte ich nach der Hälfte des Qualifyings leider wieder den Getriebeölgeruch. Zudem überstieg die Temperatur des Getriebeöls tatsächlich den Vortagswert zu dem Zeitpunkt bereits um 5 Grad.
Also habe ich entschieden, die Strecke lieber zu verlassen, bevor ich am Ende doch Öl auf andere Weise verliere oder das Getriebe unterbefüllt ist.
Auch wenn es recht schade war, so früh bereits rauszufahren, konnte sich immerhin die Theorie des Vortags bestätigen: Es war zwar wieder Öl ausgetreten, allerdings war alles aufgefangen von der improvisierten Catch Can.
Am Ende hat das Rennauto das Wochenende ohne größere Defekte überstanden, wenn auch mit einer halb durchgebrochenen Airbox, und das ist im Hinblick auf die nächsten Veranstaltungen definitiv das Wichtigste.
Ergebnisse
Über das ganze Wochenende hinweg haben sich meine Zeiten konstant verbessert. So lag ich auch den gesamten Freitag auf P5. Leider bin ich in der Quali dann auf P6 gerutscht und habe mich nicht für das Finale qualifiziert.
Auch wenn ich sehr gerne das Finale noch gefahren wäre, immerhin musste ich so nicht im Regen fahren, was mental definitiv eine Erleichterung war.
Was steht bis zum nächsten Rennen jetzt noch an?
Im Nachgang wurde von Addinol bestätigt, dass die erreichten Getriebeöltemperaturen den Grenzbereich vor Problemen mit den enthaltenen Additiven darstellen. Somit macht es definitiv Sinn, den vorhandenen Kühler nochmal zu überarbeiten, um die Temperatur in Zukunft hoffentlich zuverlässig unter dem Bereich zu halten.
Es wird also nicht langweilig, bevor es im September mit einem Test-Tag weitergeht.









